Maze Runner: Die Auserwählten in der Todeszone – 31.01.2018

Junge, gutaussehende Menschen stemmen sich gegen ein unmenschliches System, welches ihnen die Zukunft raubt. Sie kämpfen, verlieben sich und überleben.
Kommt einem schon merkwürdig bekannt vor, diese dystopische Beschreibung aus dem Standard Jugendbuch-Regal. Und spätestens seit den „Tributen von Panem“ weiß jeder Hollywood-Produzent, dass solch eine Erzählidee super erfolgreich sein kann. Ganz besonders als Mehrteiler. Daher gibt es jetzt auch den vorerst letzten Teil der Maze Runner-Trilogie.

Die Idee … Doch Moment! Was war so besonderes an Maze Runner? Ich grüble mal nach.
Junge, sexy Helden? – Nein, kennen wir bereits.
Schreckliche und tödliche Monster? – Auch schon bekannt.
Bösewichte, die das überkommene System mit Brutalität stützen? – Sehr gerne genommen.
Ein tödliches Fallenlabyrinth? – „Bing – Bing – Bing“ – wir haben einen Sieger!

Originalität: 2 / 10 Punkte

Die Story: Nur leider ist genau das Element des Labyrinths in der „Todeszone“ nicht mehr vorhanden. Hier gibt es keine Fallen, keine Rätsel und Herausforderungen. Es gibt nicht einmal mehr eine konkrete Bedrohung für die Helden. Die könnten sich einfach zur Ruhe setzen und ein paar Drinks am Strand nehmen. Würde in diesem Szenario eigentlich gar keinen Unterschied machen.

Story: 4 / 10 Punkte

Aber nein, es muss ja das Ende der Trilogie sein. Also muss viel zerstört werden und es müssen große Dramen vorkommen: Verzweifelte Liebe genauso wie abgrundtiefe Trauer. Und das in einer Mischung aus Mad Max-Szenario und Battlefield-Gameplay.

Action: 7 /10 Punkte

Die Schauspieler: Sie machen in dieser ziemlich sinnlosen Inszenierung einen guten Job. Sie versuchen die Zeit zwischen den Explosionen tatsächlich mit Emotionen und Charakterentwicklung auszufüllen. Sogar harte Männer dürfen weinen und selbstbewusste Frauen trösten sie. Oder zerren sie aus dem Bild, damit die nächste Explosion sie nicht umbringt. Das ist eigentlich wirklich eine neue Tonalität in einer dystopischen Welt. Wenn es Zeit gäbe für solche Zwischentöne und nicht permanent etwas explodieren würde.

Schauspieler: 6 / 10 Punkte

Fazit: Das Labyrinth ist geschlossen und die Schauspieler bleiben ziemlich verloren in einer meist sinnlosen Abfolge von Action-Seqenzen zurück. Die Ausstattung hat wohl noch Reste von „Mad-Max: Fury Road“ ganz hinten in der Lagerhalle gefunden und die Autoren wollten es offensichtlich einfach nur zu Ende bringen. Wer Teil 1 und 2 gesehen hat, der will sicher wissen wie es ausgeht. Das Versprechen löst der Film ein. Alle übrigen Käufer eines Kinotickets könnten enttäuscht werden.

Insgesamt: 5 / 10

 

Bildrechte: 20th Century Fox