Red Sparrow – 01.03.2018

Sind Sie eine Spionin?

Um das vorweg klarzustellen: Es gibt nur einen einzigen echten Grund sich diesen Film anzusehen. Und der ist Jennifer Lawrence. Sie ist das Zentrum der Dramaturgie, der Kameraarbeit und des Schauspielensembles. Und sie ist leider wirklich der einzige Grund, sich diesen pseudo-spannenden Agententhriller anzusehen. Der Rest ist im besten Falle ein schmückendes Beiwerk und im schlimmsten Falle eine ermüdende Farce.

Die Idee für den Film an sich ist super spannend. Die Geschichte einer Spionin zu erzählen, die anstelle von Waffen und High-Tech-Gimmicks Sex und Verführung einsetzt. Dabei aber immer die souveräne Gelassenheit eines Doppelnull-Agenten an den Tag legt. Das hätte es werden können. Ist es aber nicht geworden. Der Film ist eine an vielen Stellen von Logik befreite Aneinanderreihung von mehr oder minder freizügigen Szenen mit Jennifer Lawrence. Daneben gibt es noch klassisch osteuropäische Schauplätze und die gewünschte Prise Gewalt, ohne zu blutig zu werden. Fertig ist „Red Sparrow“.

Die Story

Meistens wird sich entweder geprügelt, erniedrigt oder ausgezogen. Es gibt leider nur wenige richtig spannende Momente in „Red Sparrow“. Aber diese gelegentlichen Momente zeigen, dass genug Potential für einen wirklich spannenden Kinofilm vorhanden gewesen wäre. Gerade bei einer Verführung zwischen Agenten ist die Frage, wo endet das professionelle Agententraining und beginnt die private, persönliche Leidenschaft, sehr spannend. Der Moment, indem Vertrauen trotz Sex in Frage gestellt wird. Das hätte richtig gut werden können. Stattdessen verzettelt sich der Film in dem hoffnungslosen Versuch, die gesamten Fäden der Geschichte doch noch am Ende zusammen bringen zu können. Hinzu kommen unglaublich schlecht geschriebene Dialoge, die in der deutschen Synchronfassung zusätzlich mit einem nervigen und völlig überflüssigen russischen Akzent vorgetragen werden.

Regie und Schauspieler

Selbst wenn ich mich wiederhole. Es gibt nur einen Grund sich diesen Film anzusehen, und der ist die beeindruckende Hauptdarstellerin. Jennifer Lawrence scheint sich in jede Szene mit einer völligen Selbstaufgabe hineinzuwerfen. Sie ist lebendig, dominant und zerbrechlich zugleich. Das ist wirklich großartig. Unterstützt wird sie dabei von einer sehr auf Lawrence zugeschnittenen Kameraarbeit. Die Bilder sind großartig inszeniert – teilweise bis an die Grenze des Kitsches. Immer wieder gibt es extreme Nahaufnahmen, die schon fast an Portraitfotos erinnern. Der Regisseur kann hier nicht mithalten. Die Übergänge sind holprig und die Inszenierung des Films bekommt den Spagat zwischen einer potentiell spannenden Story und einer beeindruckenden Hauptdarstellerin nicht hin. Die hier notwendige Balance geht oft verloren und degradiert auch alle weiteren Schauspieler zu Statisten. Dem Film tut das nicht gut.

Fazit

Würde es dem Film gelingen, ein Ende zu schaffen welches die 143 Minuten im Kino rechtfertigt, ich könnte mich mit „Red Sparrow“ wohl anfreunden. Aber das gelingt nicht. Der Film scheitert vor allem am Drehbuch. Die Regie schafft es nicht, die Defizite auszugleichen und konzentriert sich stattdessen einzig und alleine auf die Hauptdarstellerin. So scheint es, als ob Jennifer Lawrence sich ganz alleine in „Red Sparrow“ durch Kalter Krieg-Klischees und lächerliche Dialoge kämpfen muss. Doch das reicht für einen Agententhriller nun mal nicht aus.

 

Bildrechte: 20th Century Fox

Die Verlegerin – 22.02.2018

Gute Frau, trauen Sie sich das überhaupt zu?

In diesen Film wurde schon vor seiner Veröffentlichung viel hinein interpretiert. Denn vordergründig geht es in „Die Verlegerin“ um die Pressefreiheit. Der Film von Steven Spielberg schildert die Ereignisse aus dem Jahr 1971, die zur Veröffentlichung der Pentagon Papers geführt haben. Die US-Regierung wird bloßgestellt, weil sie die Öffentlichkeit über den Vietnam-Krieg und dessen aktuellen Stand jahrelang getäuscht und belogen hat. Ist das die Abrechnung von Hollywood mit der Regierung Trump? Nein … ist es nicht. Ganz und gar nicht.

Den ersten Hinweis darauf, dass es hier nicht um den Aufruf zur kritischen Berichterstattung und investigativen Recherche geht, gibt bereits der Filmtitel. Im Zentrum des Films steht die Verlegerin der Washington Post, gespielt von Meryl Streep, und eben nicht die Journalisten und ihre Recherche. Es ist die persönliche Sicht der Verlegerin auf einen entscheidenden Moment ihrer unternehmerischen Geschichte. Es geht um die Zweifel und die Risikobereitschaft einer Frau aus dem US Politik-Establishment, ihr Vermögen und ihr Erbe für diese eine Story aufs Spiel zu setzen. „Die Verlegerin“ ist also weniger ein Anti-Trump-Film als eine Geschichte über eine Frau, die sich in den 70er Jahren in einer Männerwelt durchsetzt. Das ist ein super Story für einen potentiell großartigen Film. Leider nur potentiell. Denn weder die persönliche Entwicklung der Verlegerin noch deren Zwänge und Verpflichtungen werden wirklich plastisch. Lediglich der dramaturgische Höhepunkt ist packend.

 

Die Story

Natürlich lebt dieser Film von der persönlichen Dramatik. Von den Momenten in denen alles auf eine einzelne Entscheidung hinausläuft. Vor allem auf die Frage, ob die Pentagon-Papers veröffentlicht werden sollten oder nicht. Dies sind auch die Momente, in denen es Steven Spielberg gelingt den Zuschauer zu packen. Doch leider sind die Momente davor und danach nicht ansatzweise so spannend. Denn weder die Recherche der Geschichte noch die politische Auseinandersetzung um die Papiere erscheint besonders spannend. Stattdessen rückt die Verlegerin in den Mittelpunkt. Wie sie als Witwe und alleinige Erbin einer Provinzzeitung in den Strudel dieser Ereignisse geworfen wird. Wie sie sich gegen die Männerwelt behaupten muss. Wie der von Tom Hanks gespielte Chefredakteur sie entweder triumphieren lässt oder in den Abgrund reißt. Ja, das hört sich alles wirklich spannend an. Nur leider schafft es die Inszenierung nicht, diese Themen auch packend zu vermitteln. Die Story wird leider nur hin und wieder durch dramatische Einzelmomente aus ihrer grundsätzlich eher trägen Erzählweise gerissen. Das ist nicht dramatisch schlimm, lasst sich der Film dank Meryl Streep und Tom Hanks doch gut anschauen. Aber er bleibt halt auch nicht in Erinnerung.

 

Regie und Schauspieler

Es ist sicherlich ein Beleg für die Leistung und das Können von Steven Spielberg, dass trotz einer Länge von fast zwei Stunden der Film nicht langweilig wird. Dabei hilft natürlich die tolle Besetzung mit Meryl Streep und Tom Hanks. Beide verstehen ihr Handwerk und zeigen eine großartige Präsenz. Allerdings erschöpfen sich beide Darsteller zu sehr in einer stereotypen Darstellung ihrer Charaktere. Während die Verlegerin annähernd den ganzen Film über stets weinerlich und unterwürfig erscheint, poltert Tom Hanks fast ausschließlich rum. Das sind eindeutig zu wenige Facetten für ein zweistündiges Personenportrait. Es reicht nicht aus, um den Zuschauer wirklich zu packen. Aber es genügt um den Zuschauer in der Geschichte zu halten.

 

Fazit

Wer sich von der Vorstellung eines kritischen Filmes über eine US-Regierung verabschiedet und sich stattdessen auf ein persönliches Portrait einer Unternehmerin aus den 70ern einlässt, der wird von diesem Film durchaus gut unterhalten. Ein großer Spaß ist dieser Film für Zeitungs-Nostalgiker. Die Inszenierung der Druckerei ist wunderbar. Außerdem ist es spannend sich der Frage zu stellen, ob in der heutigen Medienlandschaft ein Verleger alles riskieren würde, auch sein privates Vermögen, um eine Story zu bringen. Beides sind allerdings nur Randelemente eines mittelmäßig spannenden Filmes, der in Washington sicher niemanden ärgern wird.

 

 

 

 

 

 

 

Bildrechte: Universal Pictures

 

 

Alles Geld der Welt – 15.02.2018

Geld allein ist kein Film

Woher kenne ich bloß diesen Film? Genau … Das war doch der Film, in dem ursprünglich Kevin Spacey die Hauptrolle gespielt hat. In dem dann – nach #metoo – Spacey durch Christopher Plummer ersetzt wurde – nachdem der Film eigentlich schon fertig war! Ja, das ist genau dieser Film. Und Christopher Plummer hat dafür sogar eine Oscar-Nominierung bekommen, als bester Nebendarsteller. Allerdings ist ziemlich bezeichnend, dass dies auch schon der beeindruckende Aspekt des Filmes ist. Denn an sich ist der Film lang (132 Minuten) und leider auch ein wenig zäh.

Die Ausgangslage ist dabei durchaus spannend. Der Film basiert auf dem realen Entführungsfall von John Paul Getty III im Jahr 1973. Der Enkel des damals reichsten Mannes der Welt wird in Italien gekidnappt. Für einen Regiemeister wie Ridley Scott wäre damit doch eine Vielzahl an spannenden Möglichkeiten vorhanden. Vom Sozialdrama der Superreichen bis hin zur Nacherzählung des Kriminalfalles. Dieser Möglichkeiten war sich wohl auch der Regisseur bewusst, und er wollte sie alle nutzen. So schleudert der Film hin und her. Auf der einen Seite stellt er Fragen nach Geld und Moral, auf der anderen Seite das Drama um den sechzehnjährigen Entführten. Dieser Schlingerkurs ist leider eher unentschlossen als unterhaltsam.

Story

Natürlich lebt die Story von der Frage, wie die Entführung ausgeht. Diese Dramatik ist auch der rote Faden, der sich durchzieht. Allerdings scheint die Inszenierung dieses Thema nicht sonderlich ernst zu nehmen. Die Momente des Terrors, der Vertrautheit und der Resignation von John Paul Getty III in seinem Gefängnis wirken wie nebenher eingestreut. Eher wie eine beiläufige Begründung, warum das Drama innerhalb der Getty-Familie überhaupt berichtenswert ist. Hier entbrennt der Streit um Verantwortung und um Geld: Warum sollte der reichste Mann der Welt für einen Enkel bezahlen, der ihm keinen Nutzwert bringt? Und so entsteht etwas sehr Merkwürdiges: Als Gegenspieler zur liebenden Mutter und dem knallharten Ermittler agieren nicht die Entführer, sondern vielmehr der verknöcherte Superreiche, der einfach nicht bezahlen will. Das raubt dem Film allerdings einen Großteil seiner Spannung. Denn es geht dann nicht mehr um die Entführung und deren Folgen, sondern lediglich um die Frage, wann und wie der alte Getty zahlt. Das ist spannend wie ein verfilmter Kontoauszug.

 

Regie und Schauspieler

Das der ehemalige Werbefilmer Ridley Scott mit Inszenierungen umgehen kann, beweist er wieder einmal in „Alles Geld der Welt“. Die Dramaturgie seiner Bilder ist großartig. Die Vorstellung der Figuren erfolgt vorsichtig und einfühlsam. Die emotionale Kälte in der Familie Getty kommt einem so greifbar vor, dass nicht einmal die Sonne Italiens diese vertreiben kann.

Unterstütz wird diese sehr gute Regieleistung vor allem von Michelle Williams. In der Rolle als Mutter des Entführungsopfers und gleichzeitig ausgestoßene aus dem Getty-Clan ist sie der emotionale Ankerpunkt. Christopher Plummer ist in seiner herzlosen Geldversessenheit der genaue Kontrapunkt. Es ist beeindruckend hier zuzusehen.

 

Fazit

Dieser Film lebt von der zielgenauen Regie und den tollen Schauspielern. Sie ziehen einen in die Story rein und machen den Film emotional erlebbar. Doch leider verschenkt die Story viele an Dramatik und Spannung. Einen Entführungsfall zu schildern und dann für das Entführungsopfer sowie der Suche nach ihm lediglich ein nahezu beiläufiges Interesse aufzubringen? Das ist schwierig und beschädigt den Film leider sehr.

 

 

 

 

 

 

Bildrechte: Tobis Filmverleih

 

 

Shape of Water – Das Flüstern des Wassers – 16.02.2018

Küss mich, Du Monster

Wenn die Prinzessin sich nicht in den Prinzen verliebt, sondern in das Monster. Ist diese Liebe dann etwas Besonderes? Regisseur Guillermo del Toro scheint genau solche Fragen zu mögen. Denn „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“ erschafft ein Universum, das nur lose mit unserer Realität verbunden ist. Der Film wirkt, als würde er in den 60er Jahren spielen. Doch dies ist nur vordergründig so. Geradezu beiläufig verführt einen der Film, über Grenzen hinweg zu sehen. Das Unmögliche wird einfach akzeptiert.

Was wäre das für ein Kino-Universum, in dem „gut“ nicht gleichbedeutend mit „attraktiv“ ist? In dem „erfolgreich“ nicht auch „perfekt“ bedeutet? In dem Liebe nicht als Erkennen des Gemeinsamen, sondern als Brücke über Grenzen hinweg verstanden wird?  Die Filme von Guillermo del Toro sind Entführungen über den Rand einer Mainstream-Kinowelt hinaus. Und in „The Shape of Water“ gelingt ihm dies besonders gut. Er katapultiert den Zuschauer hinaus in eine unbekannte Welt, die neu entdeckt werden will.

Die Story

„Frau trifft Fischmonster in geheimer Forschungsanlage.“ Klingt wie ein Horrorfilm aus den Anfängen des Kinos. Doch in „The Shape of Water“ ist diese Story nur die Oberfläche der Erzählung. Wer in das Wasser eintaucht wird mit einer wunderbaren Liebesgeschichte zwischen einer stummen Putzfrau und einem gefangenen Fischmenschen belohnt. Eine Geschichte, die anrührend bescheiden mit Gefühlen und Gesten umgeht. Die zurückhaltend erzählt wird und gerade so ihre Kraft entfaltet. So wie eine glatte Wasseroberfläche einen bis zum Grund blicken lässt. Manchmal, aber nur an einigen, wenigen Stellen ist die Geschichte eventuell ein wenig selbstverliebt.

Regie und Schauspieler

Es ist einfach wunderbar bei „The Shape of Water“ im Kino zu sitzen. Die Regie von Guillermo del Toro ist eine permanente Verführung, den Weg der Protagonisten mitzugehen. In jeder Einstellung und in jedem Dialog ist die Liebe des Regisseurs für diesen Film zu erkennen. Gemeinsam mit seinen hervorragenden Darstellern schafft er es, den Figuren eine ganz außergewöhnliche Vielschichtigkeit zu geben. Die Welt von „The Shape of Water“ ist lebendig und anrührend menschlich zugleich.

Fazit

Ich kann es nur so zusammenfassen: So und nicht anders muss dieser Film sein. Die tiefe Leidenschaft für diese außergewöhnliche Liebesgeschichte, ist in jeder Szene zu spüren. Als Zuschauer fühlt man sich wie ein Schwimmer im Ozean, dem auf einmal klar wird, dass unter der Oberfläche noch hunderte Meter Wasser liegen. Mit Tieren und Landschaften und einer Welt, die vom Ufer aus betrachtet gänzlich unsichtbar ist. Das ist wunderbares Kino.

 

 

Bildrechte: 20th Century Fox

 

Black Panther – 16.02.2018

Hakuna Wakanda

Bisher lässt sich das Marvel-Universum ungefähr so zusammenfassen: Es gibt ein Problem, welches potentiell die gesamte Menschheit vernichten kann und übermenschliche weiße Männer lösen es. Zugegeben, es gibt schon jetzt eine Ausnahme: Der Hulk. Der ist grün. Aber in seinem Kern auch ein weißer Mann mit Superfähigkeiten. Sogar in Doctor Strange hat es nur für weiße, überbegabte Männer in den Hauptrollen gereicht. Also ist es doch super, dass sich hier mal was ändert.

Bis auf zwei Sidekicks sind in Black Panther alle Figuren schwarz. Das ist konsequent und wird auch zielsicher inszeniert. Der Haken: Der Rest des Superheldenfilms bleibt seinem Genre treu. Und so gibt es wieder einen Bösewicht der potentiell die gesamte Welt in Gefahr bringt. Dem entgegen steht eine sympathische Hauptfigur für die es erst super läuft, dann mies und dann kommt es zur epischen Schlacht.

Ja, das kommt mir schon bekannt vor. Habe ich nämlich alles schon in den Filmen mit Iron Man, Captain America, Guardians of the Galaxy, Doctor Strange, Spider Man, Thor, Avengers und Ant Man gesehen. So richtig neu ist bei Black Panther also fast nichts.

Die Story

Meine Kurzzusammenfassung: „Es gibt nur einen rechtmäßigen König von Wakanda. Und das ist Simba der Löwe.“ Kein Scherz. In weiten Teilen inszeniert sich Black Panther wie eine Kreuzung aus Iron Man, James Bond und dem König der Löwen. Nun gut, es wird weniger gesungen als im Disney Musical. Das ist wohl der Tribut an das Marvel Cinematic Universe. Allerdings hätte es mich im Kino auch kaum gewundert, wenn es in einigen Szenen dazu gekommen wäre. Diese klischeebeladene Vorstellung eines technologisch überlegenen afrikanischen Staates mit traditionellen Initiationsriten und passender Körperbemalung ist immer nur einen halben Schritt von „Hakuna-Matata“ entfernt. Der Rest ist zielsicher inszenierte Superhelden-Action aber leider ohne wirkliche Überraschung.

 

Regie und Schauspieler

Black Panther ist komplett stimmig inszeniert und gespielt. Die Darsteller haben eine großartige Präsenz und die Regie lässt ihnen genug Raum für die Entwicklung ihrer Charaktere und erstickt nicht alles in Explosionen. Genauso sollte ein Superheldenfilm sein. Allerdings verstrickt sich die Inszenierung auch immer wieder in Klischees. Vom schwarzen Gangster bis zur romantisierenden Darstellung eines verarmten Afrikas. Das wirkt leider wenig frisch. Darüber hinaus stellt sich zu häufig die Frage. Woher kenn ich diese Szene? Diese Einstellung? Diesen Plot? Ach ja, kenne ich aus Bond, Iron Man und König der Löwen.

Fazit

So sehr sich die Darsteller und die Regie auch bemühen. Black Panther schafft es kaum, dem Superheldengenre eine größere Erweiterung hinzuzufügen. Es ist keine neue Perspektive sondern eher ein neuer Zungenschlag Marvel-Universum. Bei Black Panther muss sich kein Kinogänger mit einem eventuell irritierenden neuen Blickwinkel auseinandersetzen. Black Panther ist perfekt durchinszeniert und spektakulär unterhaltsam. Und da ist es auch nicht schlimm, hin und wieder „Circle of Life“ vor sich hin zu summen. Das passt ausgesprochen gut. Es ist halt nur nicht anders oder neu. So bleiben die „Guardians of the Galaxy“ die einzigen echten Ausnahmen in diesem durchgestylten Superhelden-Universum.

 

 

 

 

 

 

Bildrechte: Marvel Studios